Ratgeber
Kenntnisse im Lebenslauf richtig angeben
Was hineingehört, was nicht, und warum dreißig Schlagworte schlechter sind als acht.
Aktualisiert 15. August 20264 Min. Lesezeit
Der Kenntnisteil ist der Teil eines Lebenslaufs, den man am leichtesten schlecht schreibt, weil Aufzählen sich nach Fortschritt anfühlt. Eine lange Liste ist kein Beleg. Sie ist eine Behauptung, und jeder Punkt darin ist eine Frage, zu der Sie eingeladen haben.
Acht bis zwölf, nicht dreißig
Führen Sie die Kenntnisse auf, zu denen Sie gern befragt würden. Wenn Sie bei „Erzählen Sie von einer Situation, in der Sie das eingesetzt haben“ zusammenzucken, gehört es nicht hinein. Dreißig Punkte auf scheinbar gleichem Niveau sagen nur, dass Sie sich nicht entscheiden wollten.
Konkret genug, um überprüfbar zu sein
- Vage: „Kommunikation“. Alle schreiben es; niemand glaubt es.
- Konkret: „Berichterstattung an die Geschäftsleitung“.
- Vage: „Microsoft Office“.
- Konkret: „Excel — Pivot-Tabellen, Power Query, Finanzmodellierung“.
Bei vielen: gruppieren
Technische Rollen brauchen oft tatsächlich eine längere Liste. Gruppieren Sie sie: Sprachen, Frameworks, Infrastruktur, Werkzeuge. Eine gruppierte Liste von achtzehn liest sich schneller als eine ungruppierte von zehn.
Bewertungsbalken für Kenntnisse
Vier von fünf Punkten sagen einer lesenden Person nichts, weil sie nicht weiß, wie Ihre Fünf aussieht. Für einen Parser sind sie ohnehin unsichtbar. Verwenden Sie sie, wenn das Layout die Struktur braucht, aber verlassen Sie sich nicht darauf, dass sie etwas mitteilen.
Zur Anzeige passen
Wo die Anzeige etwas benennt, das auf Sie wirklich zutrifft, verwenden Sie deren Wort dafür. Wenn dort „Stakeholder-Management“ steht und Sie „Zusammenarbeit mit Kunden“ geschrieben haben, ändern Sie es. Was Sie nicht tun sollten: die Anforderungsliste in Ihren Kenntnisteil kopieren — wer die eigene Anzeige zurückliest, weiß genau, was passiert ist.